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Wandern – Die richtige Kletterausrüstung

 

wanderrucksackBeim Bergwandern auf die perfekte Kletterausrüstung achten, kann Leben retten. Ob Frühjahr, Sommer, Herbst oder vielleicht sogar im Winter machen sich viele auf um unzählige Wanderwege zu erkunden. Wer hoch und noch höher hinaus möchte oder vielleicht sogar eine kleine Herausforderung abseits der üblichen Pfade wagt, kann sich gerade in den Alpenregionen in unterschiedlichen Schwierigkeiten testen.

Gerade bei den ersten Versuchen in einer Steilwand muss allerdings auf vieles geachtet werden. Nicht alle haben den Mut oder den Willen die Berge in großen Seilschaften zu besteigen. So können Klettersteige ein schöner und guter Kompromiss zwischen normalen Bergsteigen und Wandern sein. Hier gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsgrade die durch Bergkämme, Graten oder Steilwänden führen und bereits erste Eindrücke vom Bergsteigen vermitteln.

Diese Klettersteige sind bereits mit den unterschiedlichen Vorrichtungen wie Stifte, Klammern oder Leitern ausgestattet, die über ein mitlaufendes Drahtseil zu einer zusätzlichen Sicherung beim Wandern sorgen. Hierbei werden unwegsame Felspassagen durchwandert, die ohne dieser bereits vorhandenen Kletterausrüstung nur unter starken Schwierigkeiten zu bewältigen wären.

In der Regel haben Klettersteige eine Bewertung ihres Schwierigkeitsgrades.

  • Dieser muss unbedingt auf die eigene Konstitution abgestimmt werden. So sollten Anfänger sich auch mit guter Wanderausrüstung nie in ein für sie zu schwieriges Gelände wagen.
  • Zudem gehört auch bei Klettersteigen eine gute eigene Ausrüstung wie die richtige Kleidung und vor allem das richtige Schuhwerk dazu.
  • Grundkenntnisse sind ebenso empfehlenswert, wie eine gute Wettereinschätzung. Zumindest der Rat eines örtlichen Wetterdienstes sollte eingeholt werden, da ein aufziehendes Gewitter oder starke Regenfälle im Klettersteig sehr schnell ziemlich gefährlich werden können. Gerade die Vorrichtungen und Eisenteile erhöhen die Gefahr eines Blitzeinschlages.

Doch jetzt zur eigentliche Kletterausrüstung:

Denn neben guter Kraftausdauer und Kondition ist gerade auch ein großes Augenmerk auf die perfekte Ausrüstung zu leben. Sie ist ein großer Garant für die persönliche Sicherheit. Nicht nur wer die großen Berge besteigen möchte, braucht die richtige Ausrüstung, auch schon das begehen eines Klettersteiges braucht seine eigene Vorbereitung und Ausrüstung.

Die richtige Ausrüstung ist eine Kombination von Brust- und Sitzgurt, der Seilbremse sowie dem dazugehörigen Seil mit zwei Karabinerhacken. Bei der Begehung laufen die beiden Karabiner an dem am Klettersteig angebrachten Drahtseil mit. Sie werden dabei nur bei Unterbrechungen im Drahtseil und vor allem nacheinander gewechselt. So ist im Falle eines Sturzes zu jederzeit gewährleistet, dass zum Sicherheitsseil eine feste Verbindung hergestellt ist.

Eine Seilbremse zwischen Sitzgurt und Karabiner bremst bei einem möglichen Sturz ab. Da auch auf Klettersteigen herabfallende Steine ein großes Problem sind, darf auf der Tour nie der exakt passende Helm fehlen. Die benötigten Utensilien werden in einem bequemen und vor allem kleinen Rucksack untergebracht.

Klettersteigtouren können nicht nur lang sondern auch anstrengend sein. Deshalb ist auf eine ausreichende Flüssigkeitsmenge und Nahrung zu achten. Auch diese sollte im Rucksack noch Platz finden. Wetterstürze können gerade im Gebirge spontan einsetzten, weshalb bei Touren in den Bergen Regenbekleidung nicht fehlen darf. Beim Wandern durch Klettersteige sind entsprechende Berg- und Wanderstiefel zu tragen. Sie ermöglichen aufgrund ihrer steifen Sohle nicht nur ein sicheres Stehen auf den schmalen Felsabsätzen, sondern stabilieren auch die Gelenke und den Fuß. Besonders Augenmerk ist dabei immer auch das Schuhprofil, dieses muss bei rutschigen Partien immer guten Halt bieten und somit für genügend Griffigkeit gewährleisten.

Das Wandern in den Bergen kann schnell körperlich sehr anstrengend werden. Dabei gerät man schnell ins Schwitzen, weshalb eine schnell trocknende und atmungsaktive Funktionskleidung sehr empfehlenswert ist. Das bekannte Zwiebelprinzip, welches mehrere Kleidungsschichten übereinander vorsieht, ist auch beim Wandern besser als nur eine dicke Schicht. Wegen der großen UV-Einstrahlung in den Bergen und auch wegen der staken Lichtreflexion auf Schnee, sollte zu jeder Jahreszeit auch eine Sonnenbrille bei der Wander- und Kletterausrüstung nicht fehlen.

Entdecken Sie die heimischen Tiere beim Wandern!

 

  • Wer gerne wandert und womöglich Kinder hat, kann nahe des eigenen Wohnortes oder auch im deutschen Urlaubsgebiet einer sehr interessanten Outdooraktivität nachgehen:

Beobachten Sie die heimische Tierwelt! Beginnend mit den inzwischen überall in Deutschland ansässigen Krähen- und Rabenvögeln, über Eichhörnchen und Siebenschläfer bis hin zu den kleinsten Insekten kann man sehr viele Tiere auch genau beobachten. Jedes Tier hat ganz eigene, spezifische Lebens- und Verhaltensweisen. Mit einem oder mehreren Naturführern und Beschreibungsbüchern der verschiedenen Tiere ausgestattet, einem schussbereiten Fotoapparat und vielleicht einem DIN A5 Notizblock kann man sehr interessante Tage verbringen.

Und wer seine Nachtwanderung zu einem großen Abenteuer werden lassen möchte, kann vielerorts sogar Fledermäuse und sonstige nachtaktive Tiere beobachten. Besonders viel Spaß macht dies, wenn man im Besitz einer Wärmebildkamera oder einem einfachen Nachtsichtgerät ist.

Wer an der Nordsee seinen Urlaub verbringt, sollte unbedingt einmal an einer geführten Wattwanderung teilnehmen – allerdings sollte man sich tatsächlich führen lassen und solch eine Aktivität niemals im Alleingang unternehmen. Denn für unerfahrene Wattwanderer kann das Watt sehr schnell zur lebensbedrohlichen Falle werden!

Auch schon mit sehr kleinen Kindern können Familien rings um ihren Wohn- oder Urlaubsort schöne Abenteuer erleben, wenn sie eine kleine Becherlupe mit auf den Spaziergang nehmen. Darin können die Kinder allerlei kleine Käfer, Würmer, Spinnen und Heuschrecken sehr genau betrachten. Schmetterlinge auf einer Wildwiese kann man ebenfalls mit Kindern sehr schön beobachten.

Es ist erstaunlich, wie viele noch vor kurzer Zeit vom Ausssterben bedrohte Schmetterlingsarten sich wieder erholt haben. Heute sieht man beinahe überall auch wieder das Tagpfauenauge, den Bläuling, den Zitronenfalter und andere Arten. Das ist für viele Kinder interessant und weckt die Begeisterung für unsere Natur. Auch auf einer Fahrradtour kann man durchaus solche abenteuerlichen Pausen einbauen.

Wer zum Beispiel in unseren Mittelgebirgen, wie der schwäbischen Alb oder dem Harz seinen Urlaub verbringt, bekommt sicherlich wieder ganz andere Tiere zu sehen, als wer im Hochgebirge zum Klettern geht. Mit einem guten Fotoapparat ausgestattet, kann man anschließend seine Tierabenteuer online oder auch in einem Fotoalbum dokumentieren. Ob Wildkaninchen, Murmeltiere oder auch Gemsen und Rotwild – jedes Tier kann aus einer gewissen Distanz heraus mit einem Fernglas sehr nahe herangezogen und beobachtet werden. Selbst der Biber und der Otter sind entlang unserer Flüsse wieder häufiger anzutreffen.

  • Erleben Sie einen unvergesslichen Wanderurlaub mit herrlichen Erinnerungen! Je mehr Menschen unsere Natur wieder entdecken, desto mehr gesellschaftliches Interesse wird auch an ihrem Erhalt wieder entstehen!

Viele tolle Bücher zu Ihrer Anregung können Sie im Fachhandel, in Büchereien oder auch über den Naturschutzbund und anderen die Natur schützenden Vereinen erhalten. Dort erfahren Sie auch, wie Sie die Tiere beobachten können, ohne diese in ihrem normalen Verhalten zu stören. Denn es hilft unserer Natur das neu wachsende Interesse wohl kaum, wenn es dazu führte, dass Bruten aufgegeben oder Tiere sehr erschreckt würden.

  • Vorsicht ist auch bei der Beobachtung von Hirschen in der Brunftzeit sowie bei Wildschweinen während der Jungenaufzucht geboten!

Hier reagieren die erwachsenen Tiere häufig dem Menschen gegenüber sehr aggressiv! Bringen Sie sich und Ihre Kinder daher nicht in Gefahr! Auch muss im Sinne aller wilden Tiere, die Sie beobachten von einer jeglichen Fütterung abgeraten werden. Diese schadet den Tieren in den allermeisten Fällen mehr als dass sie hilft! Einzige Ausnahme ist die winterliche Vogelfütterung in strengen Wintern.

Alpin oder Walken – Wanderschuhe und ihre verschiedenen Einsatzgebiete

 

Wanderschuhe und ihre Einsatzgebiete

wanderschuh-einsatzgebieteDas Angebot unterschiedlicher Wanderschuhe ist heute groß und reicht vom leichten Trailschuh bis zum hoch geschnürten, schweren Bergstiefel mit steifer Profilsohle.
Die Auswahl richtet sich in erster Linie nach dem Einsatzbereich. Gehen Sie eher ein wenig im Wald spazieren, betreiben Sie sportliches Walking und benötigen dafür einen griffigen, stabilen Schuh oder soll es im Sommer in die Berge gehen, wobei Sie sich öfter auf Geröll bewegen wollen?

Grundsätzlich gilt, je schwieriger das Terrain, das heißt je unregelmäßiger der Untergrund ist, desto stabiler sollte die Schuhsohle sein.

Für Alpinschuhe gibt es je nach Anspruch unterschiedliche Steifigkeitsgrade der Sohle. Bei unebenem Untergrund, wie Geröll, arbeitet der Fuß sehr stark, da er sich auf jede Unebenheit einstellen muss. Eine stabile, steife Sohle entlastet die Fußmuskulatur dabei enorm, da sie die Unregelmäßigkeiten des Untergrundes gleichmäßig verteilt. Ein hoch geschnürter Schuh stabilisiert und schützt dabei zusätzlich die Fußgelenke vor Umknicken. Die Stabilität hat natürlich auch einen Nachteil: Sie geht zulasten des Gewichts. Stabile Bergstiefel sind in der Regel sehr schwer und entfalten ihren vollen Nutzen nur in schwierigem Gelände, sind aber nicht für das sportliche Gehen geeignet.

Leichtere Wanderschuhe, die flexibler sind:

Wer sich eher auf einfacheren Wegen bewegt, wird sich in diesen Schuhen schnell eingezwängt und durch das relativ hohe Gewicht ermüdet fühlen. Eine breite Auswahl an normalen oder halbhohen Trailschuhen für das Walking ist hier besser geeignet. Die Schuhe erreichen dank moderner Technik heute eine erstaunliche Griffigkeit und Stabilität. Weiterhin kommt der Dämpfung der Sohle eine wichtige Bedeutung zu. Eine gute Dämpfung schont die Gelenke bei jedem Schritt. Je nach persönlicher Trittsicherheit werden diese Schuhe heute sogar mehr und mehr bei mittelschweren Bergtouren eingesetzt, weil Leichtigkeit und Flexibilität sehr angenehm sind.

Wanderschuh Test

Wenn Sie im Fachhandel einen solchen Schuh auswählen, achten Sie darauf, den Schuh ausgiebig zu testen. Viele Anbieter haben einen kleinen Parcours, auf dem man die Eigenschaften des Schuhs testen kann. Wenn Sie zur Anprobe unterwegs sind, vergessen Sie auch nicht Ihre Trekkingsocken, falls Sie welche nutzen, damit der Schuh unter realen wandersockenBedingungen getestet wird und nicht zu klein gekauft wird. Die Bequemlichkeit eines Wanderschuhs ist vorrangig und muss von Anfang an stimmen. Der Schuh darf an keiner Stelle drücken oder scheuern, da dies meist zu sehr schneller Blasenbildung führt.

Für Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität sorgt heute bei vielen Modellen eine Gore-Tex Membran. Ordentlich gefettete und gepflegte Lederschuhe erfüllen aber auch die Anforderung, Regen für einige Zeit vom Fuß fernzuhalten, bei gleichzeitig besserer Atmungsaktivität.

Die richtigen Socken zum Wandern kann man hier finden

Orientierung beim Wandern

 

Hilfe, ich habe mich verlaufen!

Wandern ist eine feine Sache. Es macht riesen Spaß sich in der freien Natur zu bewegen, die frische Luft zu atmen und sich nebenbei auch noch fit und gesund zu halten. Dieser Spaß hört aber spätestens dann auf, wenn sich die Nahrungsmittelreserven und Wasservorräte dem Ende entgegen neigen, die Dämmerung einsetzt und Sie eigentlich gar nicht so richtig wissen, wo zum Teufel Sie gerade sind! Spätestens hier werden Sie sich eingestehen müssen, dass Sie sich verlaufen haben. Dies passiert selbstverständlich nicht nur blutigen Anfängern, sondern auch ambitionierten Wanderern. Die Gründe hierfür sind in erster Linie Selbstüberschätzung, die falsche Ausrüstung und kleine Unachtsamkeiten beim Navigieren. Faktoren also, die man auf der einen Seite ganz leicht vermeiden könnte, die auf der anderen Seite aber verherrende Konsequenzen nach sich ziehen können, wenn man ihnen keine Beachtung schenkt.

Gute Routenplanung ist das A und O!

Sicherlich, wenn Sie eine Karte dabei haben und mal eben nur durch Ihren altbekannten Wald vor Ihrem Wohnort wandern möchten, werden Sie diesem Problem eher weniger begegnen. Sollten Sie allerdings eine längere Tour durch unbekanntes Gebiet planen, ist eine gute Routenplanung und Kenntnisse in Sachen Orientierung das A und O. Gerade in unbewohnten und stark witterungsunbeständigen Gebieten kann Ihnen Ihr Wissen und Ihre Ausrüstung das Leben retten. Trotz noch so guter Planung kann es Ihnen passieren, dass Sie sich verlaufen. Eine falsche Abzweigung, nichts stimmt mehr und Sie stehen einsam und verlassen im Wald und wissen nicht mehr wohin! Nun wäre es also von Vorteil wenn Sie entweder gutes Equipment dabei haben, oder sich aber ganz ohne Ausrüstung zurechtfinden können. Hierfür benötigen Sie aber das nötige “Know How”.

Um sich in der Natur zurecht zu finden, gibt es viele Möglichkeiten. Diese werden nicht nur Ihren Ansprüchen gerecht, Sie passen sich auch Ihrem Budget an. Ein Gelegenheitswanderer wird sich sicherlich nicht ein wandertaugliches elektronisches GPS-Gerät für mehrere hundert Euro kaufen. Dieses wäre sicherlich das Nonplusultra an Orientierungsmethoden. Voraussetzung natürlich, dass Sie das Gerät bedienen können und der Akku voll ist. Sich hiermit zu verlaufen, ist nahezu ausgeschlossen.

Aber selbst wenn Sie dieses Gerät haben, auf elektronisches Gerät ist nicht immer Verlass. Spätestens wenn die Batterien leer sind, werden sie auf konventionelle Methoden zurückgreifen müssen. Die wohl kostengünstigste und beste Methode in diesem Fall, die Sie im Übrigen stets parat haben sollten, ist selbstverständlich die gute alte Landkarte und ein Kompass. Den Umgang mit Beidem sollten Sie auf jeden Fall beherrschen. Wenn Sie lernen eine Wanderkarte richtig zu lesen und es auch zu verstehen wissen, Ihre Umwelt richtig zu deuten, werden Sie schnell wieder auf den richtigen Weg finden. Markante Stellen wie zum Beispiel einzelne Berge, Täler und Schluchten, Bachläufe und ähnliches sind schnell auf der Karte und in Ihrer Umgebung ausgemacht. Mit Hilfe des Kompasses, werden Sie auch wieder die richtige Richtung einschlagen. Die Kompassnadel zeigt immer nach Norden und auf Landkarten ist Norden immer oben. Üben Sie die Praxis mit Beidem auch dann, wenn Sie eigentlich wissen, wo Sie sich befinden, um für den Notfall gewappnet zu sein.

Orientierung an der Sonne

Die wohl schwierigste Methode sich zu orientieren, und eigentlich nur für Profis empfehlenswert, ist die Orientierung tagsüber nach der Sonne und nachts anhand der Sterne. Klare Sicht vorausgesetzt. Grundwissen hierzu möchte ich Ihnen natürlich nicht verschweigen, kann es doch schnell passieren, dass Ihr GPS Gerät kaputt gegangen ist und Kompass und Karte im Auto liegen! “Im Osten geht die Sonne auf, im Süden steht sie hoch hinauf, im Westen geht Sie unter und im Norden ist sie nie zu sehen!” Dies besagt ein Sprichwort und ist leicht zu merken. Mit Hilfe einer zusätzlichen Uhr die Sie bei sich tragen, können Sie so die Himmelsrichtungen bestimmen. (Am frühen Nachmittag befindet sich die Sonne zB. im Südwesten)
Der Polarstern, der hellste Stern am Nachthimmel, steht übrigens immer im Norden. Anhand dieser beiden Methoden ist zumindest gewährleistet, dass Sie nicht im Kreis laufen! Wenn Sie auf diese Weise also immer nur in eine Richtung laufen, werden Sie früher oder später an einer Straße rauskommen!

Unterschätzen Sie bei größeren unbekannten Touren niemals dieses Problem und seien Sie vorbereitet. Prüfen Sie vor Beginn Ihrer Wanderung Ihr Equipment und einer schönen Tour steht nichts mehr im Wege!

Berühmte Pilgerwege

 

Historische bzw. rekonstruierte Pilgerwege sind in unseren Tagen wieder sehr aktuell.

Die Lust am Pilgern ist weltweit so groß wie noch nie. Im Jahre 2008 sollen weltweit 190 Millionen Menschen gepilgert sein. Unterschiedlichste Gründe und Motive liegen ihnen zugrunde. Gepilgert wird traditionell zu Fuß, in Pilgerkleidung, mit guten und bequemen Schuhen und ganz wichtig einem Pilgerrucksack. Übernachten kann man in Pilgerherbergen, das ist meistens ein von Mönchen geführtes Kloster, oder in Schlafsack und Zelt.

In Europa gibt es seit dem frühen Mittelalter drei Hauptziele für Pilger.

Der heutige berühmteste Pilgerweg Europas ist der Jakobsweg (Camino de Santiago) nach Santiago de Compostela, wo sich das Grab des Apostel Paulus befinden soll.

Der Jakobsweg führt durch ganz Europa, je nachdem wo sich der Ausgangspunkt der Pilgerreise befindet. Trotzdem haben sich über die Jahrhunderte bevorzugte Strecken unter den Pilgern gebildet. Unter dem Jakobsweg versteht man meistens den ” Camino Frances “, dass ist der Hauptweg durch den Norden Spaniens. Er hat seinen Anfang in den Pyrenäen, führt durch Städte Jaca, Pamplona, Estella, Burgos und León und endet in Santiago de Compostela.
Der wichtigste zum “Camino Frances” führende Weg ist die durch Frankreich führende “Via Podiensis”.

Das Grab des heiligen Apostel Paulus ist ein weiteres bekanntes Pilgerziel. Die “Via Francigena”, der Frankenweg, ist als die Wanderroute von Canterbury nach Rom bekannt. Es handelt sich dabei eigentlich um ein Wegenetz. Rekonstruiert wurde dieser Pilgerweg nach den Aufzeichnungen des Bischofs von Canterbury, der den Weg im Jahr 990 n.Ch. ging. Er ist der älteste christliche Pilgerweg durch Europa aber etwas in Vergessenheit geraten. Alle Könige, Geistliche und Adlige mussten diesen Weg gehen, um ihre neuen Ämter entgegen zu nehmen. Entlang der Via Francigena entstanden weltberühmte Kathedralen, Klöster, Hospize und andere Bauwerke. Dieser alter Pilgerweg ist mittlerweile auch zum “Europäischen Kulturweg” erklärt worden.

Viele Pilger benutzen die “Via Francigena” auch auf ihrem Weg nach Jerusalem mit einem Zwischenstopp in Rom. Jerusalem ist das Zentrum der drei großen Weltreligionen. Für die Christen aber ist das Heilige Land das wichtigste Pilgerziel. Der erste Kreuzzug diente dazu den christlichen Pilgerweg zu sichern. Das Grab Jesu auf dem Golgothafelsen, in Jerusalem die Klagemauer, sowie die Stätten seiner Wirkung und Sterbens und Auferstehens fasziniert heute noch viele Pilger. Der Pilgerweg ist nicht mit zum Beispiel dem Jakobsweg zu vergleichen, da es hier keine vergleichbaren Pilgerherbergen oder Mitpilger, die man unterwegs trifft, gibt. Man ist eher auf sich allein gestellt.

Wandern mit Kindern

 

Eine Wanderung mit Kindern sollte gut vorbereitet und organisiert sein. Die Länge des Weges richtet sich unter anderem nach dem Alter des Kindes.

  • Babys und Kleinkinder

Für Familien mit Babys gibt es vielerorts kinderwagengerechte Wanderwege. Sobald die Kleinsten stabil sitzen können, kann man sie problemlos in einem Rücken-Tragegestell, auch Kraxe genannt, transportieren. Regelmäßige Pausen sind hierbei wichtig, damit die Kinder sich außerhalb der Kraxe bewegen können.

Ältere Kleinkinder können schon kurze Abschnitte mitlaufen. Für Laufanfänger sind ebene und breite Wege zu wählen, damit Vater oder Mutter die Kleinen unterstützen können.

Als Wanderzeit sollte man bis zu drei Stunden einplanen. Für die ersten Touren empfiehlt es sich, kleinere Wanderungen zu unternehmen, um die Ausdauer und Lauffreudigkeit seines Kindes kennenzulernen.

  • Kinder im Vorschulalter

Die maximale Gehdauer sollte ca. 4 Stunden betragen. Dabei ist ein nicht zu anstrengender, abwechslungsreicher Weg zu wählen. In regelmäßigen Abständen sollte man eine Erholungspause einplanen.

Kinder im Grundschulalter

Kinder dieser Altersklasse sind in der Lage, vor allem, wenn sie schon Wandererfahrung haben, etwas steilere Wege zu gehen und kleine Kraxeleien zu bewältigen. Allerdings sollte auch hier eine längere Pause eingeplant werden. Mit Kindern dieses Alters kann man schon gemeinsam das Ausflugsziel aussuchen. Gehzeit: Bis zu 5 Stunden.

  • Kinder ab ca. 10 – 14 Jahren verfügen bereits über genug Kraft und Ausdauer, dass man auch mal eine steilere Tour von längerer Dauer, evtl. mit Übernachtung, unternehmen kann. Als Gehzeit kann man bis zu 7 Stunden am Tag veranschlagen.

Um nicht ganz so lauffreudige Kinder doch zu einer schönen Wanderung zu bewegen, sollte man altersgerechte Anreize schaffen. Der Ausblick auf einen schönen Spielplatz, einen kleinen Bach für Wasserspiele, einen Wasserfall, Tiere, die man mit dem Fernglas beobachtet, einen Felsen zum Klettern oder ein Eis am Ziel. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Wichtig ist es immer an passendes, gut sitzendes Schuhwerk zu denken. Die Bekleidung ist der Jahreszeit entsprechend anzupassen. Sonnencreme und Sonnen- bzw. Schneebrille sind ebenfalls sinnvoll. Außerdem sollte man eine kleine Reiseapotheke mit einigen wichtigen Verbandssachen einpacken.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Verpflegung. Die Menge und Auswahl der Lebensmittel richtet sich nach Alter und Anzahl der Wanderer sowie nach Dauer des Ausfluges. Der Marschproviant sollte allerdings nicht zu schwer und leicht verdaulich sein. Kleinere Süßigkeiten, Kekse, Rohkostschnitzel und Trockenfrüchte motivieren allerdings oft für weiteres Wandern. Flüssigkeit ist immer genug mitzunehmen. Dabei sollte man auf Behältnisse, die man nicht wieder verschließen kann und auf sehr süße Getränke lieber verzichten.

In vielen Urlaubsregionen gibt es getestete Routen, die auf die Bedürfnisse von Familien abgestimmt sind. Kinderwagengerechte Wanderwege, Themenwanderungen, Almen mit Spielplätzen und Wald- und Naturlehrpfade sorgen für einen abwechslungsreichen Ausflug. Denn schließlich soll eine Familienwanderung für die gesamte Familie ein Erlebnis sein, an das man sich gerne erinnert.

Wanderschuhe Übergrößen und Passform finden

 

Wer große Füße hat, muss heute nicht mehr mit gravierenden Problemen bei der Schuhsuche rechnen. Man kann im Internet leicht große Schuhe erwerben. Die Hersteller nehmen heute mehr Rücksicht auf Menschen, die auf großem Fuß leben müssen. Doch zu vermelden ist auch, dass viele Ausrüster und Läden in den Städten nur die Standardgrößen am Lager haben. Wer einen Laden für Übergrößen sucht, wird also nicht immer fündig. Mit Glück findet man einen Outdoor-Ausrüster, der solche Schuhe bestellt. Dann steht man meistens aber auch unter Abnahmezwang.

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Wanderreiten – Die Natur vom Rücken der Pferde aus genießen

 

Wer kennt nicht den Satz: „Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“? Dieses Glück erkennt man ganz besonders beim Wanderreiten.

reiturlaub-moserhofBevor man sich jedoch auf den Weg macht, sollten einige wichtige Punkte beachtet werden. Es ist notwendig, dass eine Harmonie und ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Reiter und Pferd besteht. Wenn das Pferd oder der Reiter nervös ist, dann wird aus dem geplanten ruhigen Ritt eine anstrengende Angelegenheit.

Weiter ist es wichtig, einen bequemen Sattel zu haben. Es werden sogar extra Wanderreitsättel angeboten, aber ein weicher Vielseitigkeitssattel tut es auch.

Es ist zu bedenken, dass man mehrere Stunden auf diesem Sattel sitzt und er muss natürlich auch für das Pferd bequem sein. Vorteilhaft ist auch, wenn man einen Ritt über mehrere Tage vorhat, dass man sich nach guten Unterbringungsmöglichkeiten für Pferd und Reiter umhört. In vielen Regionen Deutschlands gibt es extra zu diesem Zweck eingerichtete Reiterpensionen. Eine Reiterpension kann man auch für einen Zwischenstopp aufsuchen. Hier wird das Pferd abgehalftert und bekommt frisches Wasser und Stroh. Idealerweise kann es hier auch grasen, während der Reiter einen Imbiss zu sich nimmt. Wenn einem die Gegend nicht bekannt ist, dann sollte man einen erfahrenen Reiter mitnehmen.

Nachdem die Vorbereitungen getroffen sind und der Ritt losgeht, wird man für die Mühen in der Vorbereitung belohnt.
Mit einem Pferd durch die Wälder und Wiesen zu reiten ist ein unvergessliches Erlebnis. Ganz spannend ist es, wenn die Pferde durch einen Fluss geführt werden. Am Anfang haben viele noch etwas Angst, aber wenn sie diese Angst überwunden haben, dann genießen sie das Bad. Besonders im Sommer ist das für die Pferde eine willkommene Abwechslung. Der Zusammenhalt und das Vertrauen zwischen Pferd und Reiter wird bei diesen Ritten sehr stark gefördert.

Gefahren bei Wanderritten

Die Wanderritte sind aber nicht nur schön, sondern sie bergen auch Gefahren in sich. Es ist wichtig bei der Planung, dass man sich selbst und sein Pferd auf keinen Fall überschätzt. Mit einem Leihpferd, welches man nicht kennt, wird der Wanderritt nicht zu einer erholsamen Tour sondern zu einer Tortur.

Aber bei allen Vorsichtsmaßnahmen ist dieses Erleben unvergleichlich. Die Natur in Form von Bäumen und Waldbewohnern ist einem so nah, wie sonst nie. Hier kann man den Alltag mit all seinen Widerwärtigkeiten vergessen und wird eins mit seinem Pferd.

Ein Handy und eine am Sattel befestigte Trinkflasche für den Reiter muss unbedingt eingepackt werden. Gerade im Sommer ist die Flüssigkeitszufuhr für Pferd und Reiter besonders wichtig. Wenn das Pferd nicht beschlagen ist, braucht man auch noch sogenannte Hufschuhe. Diese Schuhe werden dem Pferd vor dem Ritt angezogen.

Dabei ist zu beachten, dass die Schuhe schon vorher von dem Tier „eingelaufen“ wurden. Das kann man sich so vorstellen, als wenn man selbst neue Wanderschuhe kauft und diese Schuhe auch erst eingelaufen werden müssen. Das A und O ist die richtige Ausrüstung für Mensch und Tier. Denken Sie auch an Schutz für Ihr Pferd. Hier können eine Ausreitdecke gegen Regen oder eine Ekzemerdecke gegen Insekten den ganzen Ausritt retten!

Unterschied zwischen gezwickten und gestrobelten Wanderschuhen

 

Wer viel wandert, weiß sicher, was es bedeutet, wenn sich vom Schuh unterwegs zum Beispiel die Sohle löst. Das ist nicht nur unangenehm, sondern bricht auch die Wanderung ab. Daher müssen gerade die Wanderschuhe sorgfältig hergestellt werden. Das trifft natürlich auf alle Schuhe zu, aber vor allem auf die etwas teureren Lederschuhe und natürlich gute Wanderschuhe.

  • Verarbeitung

Bei der Verarbeitung wird nicht nur auf qualitativ hochwertiges Leder geachtet, sondern auch auf die gesamte Zusammensetzung aller Schuhteile, wie Schaft, Sohle und auch der Hacken. Auch das eingesetzte Futter ist sehr wichtig für einen guten Tragekomfort. Das Wichtigste bei der Herstellung von allen Schuhen ist die Verbindung des Schaftes mit der Sohle, die auch aus mehreren Komponenten besteht. Die Sohlen guter Wanderschuhe bestehen aus der Laufsohle mit Profil, der darüber liegenden Brandsohle und dann die Innensohle.

  • Gezwickte oder gestrobelte Machart

Alle diese Komponenten müssen fest mit dem Schaft verbunden werden. Da taucht dann die Frage auf, soll es gezwickt oder gestrobelt sein. Zuerst wird der Schaft auf dem formgebenden Leisten fertiggestellt. Dafür wird schon der Fachausdruck gezwickt verwendet. Der Schaft hat unten einen breiten Rand, der mit der Brandsohle verbunden wird. Der untere Rand des Schafts ist der Zwickeinschlag, der bei dem Zwickverfahren auf die Brandsohle geklebt wird. Darauf wird dann die Innensohle geklebt und darunter die Laufsohle. Wenn es nur beim Kleben bleibt, sagt man dieser Wanderschuh ist gezwickt.

Diese Art der Herstellung von Schuhen wird aber nur bei den preiswerten gemacht, da zum Beispiel ein Wanderschuh, der nur gezwickt ist, nicht so lange hält. Meistens wird dieses Verfahren auch bei leichten Halbschuhen oder auch Laufschuhen angewendet, die keiner große Beanspruchung ausgesetzt werden.

  • Woran erkenne ich einen guten Wanderschuh?

Wer sich einen guten und haltbaren Wanderschuh kaufen möchte, sollte auf die Verarbeitung genau achten. Die Qualität des Leders kann man schon äußerlich etwas abschätzen, aber wie die Verarbeitung innen aussieht, ist nicht zu erkennen. Ein Merkmal kann man aber schon sehen, das ist eine Naht, die am Rand der Sohle zu sehen ist und rund herumgeht. Diese Naht muss auch innen sein, die den gezwickten Teil des Schaftes mit der Brandsohle verbindet. Man kann die Naht natürlich innen nicht sehen, da noch das Innenleder aufgeklebt ist. Aber die Außennaht deutet schon darauf hin, dass dieser Wanderschuh gestrobelt ist. Da gibt es dann wiederum zwei Möglichkeiten, entweder ist der Wanderschuh nur gestrobelt oder in Kombination, gestrobelt und gezwickt.

Also um das Ganze zusammenzufassen, der Unterschied zwischen gezwickten und gestrobelten Wanderschuhen ist in der Verarbeitung zu sehen. Genau genommen ist der Schuh entweder nur geklebt -gezwickt- oder genäht –gestrobelt. Dann gibt es noch die Kombination, die bei guten und sehr haltbaren Wanderschuhen angewendet wird. Da wird der Schaft an die Brandsohle geklebt und noch zusätzlich genäht, also praktisch doppelt befestigt. Das ist sicher die beste Methode, einen Wanderschuh auf lange Zeit langlebig herzustellen. Man kann auch sagen gestrobelt und gezwickt hält doppelt.

Hüttentouren in den Alpen – für viele Wanderer noch völlig unbekannt

 

Hüttentour

Wenn Sie ein sportbewusster Mensch sind und zudem noch gerne und viel wandern, dann dürften Sie sicherlich schon so manche Strecke durchquert haben. Was viele Wanderer jedoch nicht wissen ist, dass die Alpen nicht nur zum Skifahren oder Bergsteigen gut geeignet sind. Auch Wanderer können hier voll auf ihre Kosten kommen. Bei einer mehrtägigen Hüttentour durch die Alpen. Erleben sie hautnah, was die Alpen Ihnen an Panorama und Atmosphäre zu bieten haben.

  1. Eine Hüttentour zieht sich je nach Länge der Tour über mehrere Etappen und wird Sie mit Sicherheit körperlich fordern aber auch in Erstaunen versetzen, denn die unglaubliche Aussicht, welche man in den Alpen genießen darf versetzt jeden Betrachter in Staunen.
  2. Übernachtet wird in der Hütte und am frühen Morgen beginnt man die Wanderung zur nächsten Hütte. Dabei durchquert man die unverwechselbare Landschaft der Berge, welche es nur in den Alpen zu sehen gibt. Weit ab von Alltag und Stress verbringen Sie den Tag in der Natur und können das Leben mal aus einer vollkommen neuen Perspektive betrachten. Wenn Sie ein passionierter Wanderer sind, dann ist Ihnen dieses einmalige Gefühl mit Sicherheit nicht fremd, doch auch Sie werden sich von der Landschaft der Alpen verzaubern und in deren Bann ziehen lassen.
  3. Auch für Wander-Neulinge ist diese Hüttentour durch die Alpen durchaus zu empfehlen, vor allem weil es auch verschiedene Schwierigkeitsstufen gibt und Sie Ihre Tour gemäß Ihren persönlichen Vorlieben und Voraussetzungen wählen können. Die Natur einmal „live“ zu erleben und nicht nur auf Bildern, ist etwas vollkommen anderes, was sicher jeder erfahrene Wanderer bestätigen kann.
  4. Wenn Sie also genug von den Menschenmassen am Skilift und auf den Apres-Ski-Partys haben und sich einfach nur in Ruhe entspannen wollen und zudem noch was für Ihre Gesundheit tun möchten, dann ist eine Hüttentour durch die Alpen genau das Richtige für Sie. Bis jetzt hat noch kein Teilnehmer bereut dabei gewesen zu sein.
  5. Sie können ganz bequem über das Reisebüro oder übers Internet eine solche Hüttentour buchen. Auch für Familien gibt es da interessante Angebote, die Sie sich einmal anschauen sollten.
  6. Zögern Sie also nicht länger und erforschen Sie die Welt der Alpen mal auf eigene Faust ohne Hektik und ohne Stress. Es gehört mit zu einem der schönsten Urlaubserlebnisse und Erfahrungen, die man machen kann.