Wanderschuhe Übergrößen und Passform finden

 

Wer große Füße hat, muss heute nicht mehr mit gravierenden Problemen bei der Schuhsuche rechnen. Man kann im Internet leicht große Schuhe erwerben. Die Hersteller nehmen heute mehr Rücksicht auf Menschen, die auf großem Fuß leben müssen. Doch zu vermelden ist auch, dass viele Ausrüster und Läden in den Städten nur die Standardgrößen am Lager haben. Wer einen Laden für Übergrößen sucht, wird also nicht immer fündig. Mit Glück findet man einen Outdoor-Ausrüster, der solche Schuhe bestellt. Dann steht man meistens aber auch unter Abnahmezwang.

Wie kann man per Internet an Übergroßen in Sachen Wanderschuhe kommen und wie findet man die richtige Passform? Breite Füße, schmale Füße, Diabetikerfüße, Hang zur Überpronation, Senk-, Knick- und Spreizfüße umreißen die Palette der möglichen Probleme – von der Größe der Füße einmal abgesehen. Wissen muss man, dass Trekking- und Wanderschuhe vieler Hersteller grundsätzlich eine Nummer kleiner ausfallen.

Es kann also schwierig werden, hier den richtigen Schuh zu finden. Einige Tricks helfen, die richtige Größe zu ermitteln. Das Vermessen des Fußes ist der erste Schritt zum passenden Schuh. Klugerweise unternimmt man die Vermessung des Fußes in den Wandersocken, die man in diesem Wanderschuh auch tragen möchte. Dann rechnet man zu dieser Zentimeterangabe zwei oder drei Zentimeter Platz im vorderen Fußbereich hinzu.

Beim Gehen dehnt sich der Fuß in alle Richtungen aus und der Wanderschuh sollte auch dann passen. Nun hat man eine korrekte Zentimeterangabe, die man auf die Innensohle des gesuchten Schuhs übertragen kann. Viele Größentabellen im Internet berücksichtigen bereits Zentimeterangaben. Auch Übergrößen kann man so in amerikanische, deutsche oder englische Schuhgrößen umrechnen. Damit ist man der perfekten Passgröße bereits näher.

Im Internet finden sich heutzutage zahlreiche spezialisierte Versender, die Wander-, Berg- oder Trekkingschuhe in Übergrößen führen. In Online-Auktionshäusern kann man den Verkäufer bitten, die Innensohle in Zentimetern auszumessen. Dies wird oft gerne getan, weil Herstellerangaben und angegebene Schuhgrößen nicht immer zuverlässig sind. Lohnenswert ist jedoch auch, den Schuh selber genau zu betrachten! In manchen Onlinestores kann man ihn von allen Seiten und oben ansehen. Das ist sehr vorteilhaft, denn man kann sehen, wie der Schuh geschnitten ist. Ist der Wanderschuh vorne schmal, sollte man auch einen schmalen Fuß haben. Je breiter der Wanderschuh im vorderen Fußbereich ist, desto besser passt er für breite Füße. Berechnen sollte man auch die Fütterung. Lammfell, Polsterungen oder Wattierungen tragen auf und erfordern eine andere Schuhgröße als beispielsweise Thinsulate oder Gore-Tex-Membranen.

Notfalls ist es klug, einen neuen Wanderschuh in zwei Schuhgrößen zu bestellen und eine davon zurück zu schicken. Auch beim Anprobieren von Übergrößen sollte man die Socken tragen, mit denen man in der Regel wandern geht. Bei langen Belastungszeiten ist die Passform umso wichtiger, daher sollte man ruhig einige Mühe darauf verwenden, um den optimalen Schuh zu erhalten.