Wandern – Die richtige Kletterausrüstung
Beim Bergwandern auf die perfekte Kletterausrüstung achten, kann Leben retten. Ob Frühjahr, Sommer, Herbst oder vielleicht sogar im Winter machen sich viele auf um unzählige Wanderwege zu erkunden. Wer hoch und noch höher hinaus möchte oder vielleicht sogar eine kleine Herausforderung abseits der üblichen Pfade wagt, kann sich gerade in den Alpenregionen in unterschiedlichen Schwierigkeiten testen.
Gerade bei den ersten Versuchen in einer Steilwand muss allerdings auf vieles geachtet werden. Nicht alle haben den Mut oder den Willen die Berge in großen Seilschaften zu besteigen. So können Klettersteige ein schöner und guter Kompromiss zwischen normalen Bergsteigen und Wandern sein. Hier gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsgrade die durch Bergkämme, Graten oder Steilwänden führen und bereits erste Eindrücke vom Bergsteigen vermitteln.
Diese Klettersteige sind bereits mit den unterschiedlichen Vorrichtungen wie Stifte, Klammern oder Leitern ausgestattet, die über ein mitlaufendes Drahtseil zu einer zusätzlichen Sicherung beim Wandern sorgen. Hierbei werden unwegsame Felspassagen durchwandert, die ohne dieser bereits vorhandenen Kletterausrüstung nur unter starken Schwierigkeiten zu bewältigen wären.
In der Regel haben Klettersteige eine Bewertung ihres Schwierigkeitsgrades.
- Dieser muss unbedingt auf die eigene Konstitution abgestimmt werden. So sollten Anfänger sich auch mit guter Wanderausrüstung nie in ein für sie zu schwieriges Gelände wagen.
- Zudem gehört auch bei Klettersteigen eine gute eigene Ausrüstung wie die richtige Kleidung und vor allem das richtige Schuhwerk dazu.
- Grundkenntnisse sind ebenso empfehlenswert, wie eine gute Wettereinschätzung. Zumindest der Rat eines örtlichen Wetterdienstes sollte eingeholt werden, da ein aufziehendes Gewitter oder starke Regenfälle im Klettersteig sehr schnell ziemlich gefährlich werden können. Gerade die Vorrichtungen und Eisenteile erhöhen die Gefahr eines Blitzeinschlages.
Doch jetzt zur eigentliche Kletterausrüstung:
Denn neben guter Kraftausdauer und Kondition ist gerade auch ein großes Augenmerk auf die perfekte Ausrüstung zu leben. Sie ist ein großer Garant für die persönliche Sicherheit. Nicht nur wer die großen Berge besteigen möchte, braucht die richtige Ausrüstung, auch schon das begehen eines Klettersteiges braucht seine eigene Vorbereitung und Ausrüstung.
Die richtige Ausrüstung ist eine Kombination von Brust- und Sitzgurt, der Seilbremse sowie dem dazugehörigen Seil mit zwei Karabinerhacken. Bei der Begehung laufen die beiden Karabiner an dem am Klettersteig angebrachten Drahtseil mit. Sie werden dabei nur bei Unterbrechungen im Drahtseil und vor allem nacheinander gewechselt. So ist im Falle eines Sturzes zu jederzeit gewährleistet, dass zum Sicherheitsseil eine feste Verbindung hergestellt ist.
Eine Seilbremse zwischen Sitzgurt und Karabiner bremst bei einem möglichen Sturz ab. Da auch auf Klettersteigen herabfallende Steine ein großes Problem sind, darf auf der Tour nie der exakt passende Helm fehlen. Die benötigten Utensilien werden in einem bequemen und vor allem kleinen Rucksack untergebracht.
Klettersteigtouren können nicht nur lang sondern auch anstrengend sein. Deshalb ist auf eine ausreichende Flüssigkeitsmenge und Nahrung zu achten. Auch diese sollte im Rucksack noch Platz finden. Wetterstürze können gerade im Gebirge spontan einsetzten, weshalb bei Touren in den Bergen Regenbekleidung nicht fehlen darf. Beim Wandern durch Klettersteige sind entsprechende Berg- und Wanderstiefel zu tragen. Sie ermöglichen aufgrund ihrer steifen Sohle nicht nur ein sicheres Stehen auf den schmalen Felsabsätzen, sondern stabilieren auch die Gelenke und den Fuß. Besonders Augenmerk ist dabei immer auch das Schuhprofil, dieses muss bei rutschigen Partien immer guten Halt bieten und somit für genügend Griffigkeit gewährleisten.
Das Wandern in den Bergen kann schnell körperlich sehr anstrengend werden. Dabei gerät man schnell ins Schwitzen, weshalb eine schnell trocknende und atmungsaktive Funktionskleidung sehr empfehlenswert ist. Das bekannte Zwiebelprinzip, welches mehrere Kleidungsschichten übereinander vorsieht, ist auch beim Wandern besser als nur eine dicke Schicht. Wegen der großen UV-Einstrahlung in den Bergen und auch wegen der staken Lichtreflexion auf Schnee, sollte zu jeder Jahreszeit auch eine Sonnenbrille bei der Wander- und Kletterausrüstung nicht fehlen.