Wanderreiten – Die Natur vom Rücken der Pferde aus genießen
Wer kennt nicht den Satz: „Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“? Dieses Glück erkennt man ganz besonders beim Wanderreiten.
Bevor man sich jedoch auf den Weg macht, sollten einige wichtige Punkte beachtet werden. Es ist notwendig, dass eine Harmonie und ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Reiter und Pferd besteht. Wenn das Pferd oder der Reiter nervös ist, dann wird aus dem geplanten ruhigen Ritt eine anstrengende Angelegenheit.
Weiter ist es wichtig, einen bequemen Sattel zu haben. Es werden sogar extra Wanderreitsättel angeboten, aber ein weicher Vielseitigkeitssattel tut es auch.
Es ist zu bedenken, dass man mehrere Stunden auf diesem Sattel sitzt und er muss natürlich auch für das Pferd bequem sein. Vorteilhaft ist auch, wenn man einen Ritt über mehrere Tage vorhat, dass man sich nach guten Unterbringungsmöglichkeiten für Pferd und Reiter umhört. In vielen Regionen Deutschlands gibt es extra zu diesem Zweck eingerichtete Reiterpensionen. Eine Reiterpension kann man auch für einen Zwischenstopp aufsuchen. Hier wird das Pferd abgehalftert und bekommt frisches Wasser und Stroh. Idealerweise kann es hier auch grasen, während der Reiter einen Imbiss zu sich nimmt. Wenn einem die Gegend nicht bekannt ist, dann sollte man einen erfahrenen Reiter mitnehmen.
Nachdem die Vorbereitungen getroffen sind und der Ritt losgeht, wird man für die Mühen in der Vorbereitung belohnt.
Mit einem Pferd durch die Wälder und Wiesen zu reiten ist ein unvergessliches Erlebnis. Ganz spannend ist es, wenn die Pferde durch einen Fluss geführt werden. Am Anfang haben viele noch etwas Angst, aber wenn sie diese Angst überwunden haben, dann genießen sie das Bad. Besonders im Sommer ist das für die Pferde eine willkommene Abwechslung. Der Zusammenhalt und das Vertrauen zwischen Pferd und Reiter wird bei diesen Ritten sehr stark gefördert.
Gefahren bei Wanderritten
Die Wanderritte sind aber nicht nur schön, sondern sie bergen auch Gefahren in sich. Es ist wichtig bei der Planung, dass man sich selbst und sein Pferd auf keinen Fall überschätzt. Mit einem Leihpferd, welches man nicht kennt, wird der Wanderritt nicht zu einer erholsamen Tour sondern zu einer Tortur.
Aber bei allen Vorsichtsmaßnahmen ist dieses Erleben unvergleichlich. Die Natur in Form von Bäumen und Waldbewohnern ist einem so nah, wie sonst nie. Hier kann man den Alltag mit all seinen Widerwärtigkeiten vergessen und wird eins mit seinem Pferd.
Ein Handy und eine am Sattel befestigte Trinkflasche für den Reiter muss unbedingt eingepackt werden. Gerade im Sommer ist die Flüssigkeitszufuhr für Pferd und Reiter besonders wichtig. Wenn das Pferd nicht beschlagen ist, braucht man auch noch sogenannte Hufschuhe. Diese Schuhe werden dem Pferd vor dem Ritt angezogen.
Dabei ist zu beachten, dass die Schuhe schon vorher von dem Tier „eingelaufen“ wurden. Das kann man sich so vorstellen, als wenn man selbst neue Wanderschuhe kauft und diese Schuhe auch erst eingelaufen werden müssen. Das A und O ist die richtige Ausrüstung für Mensch und Tier. Denken Sie auch an Schutz für Ihr Pferd. Hier können eine Ausreitdecke gegen Regen oder eine Ekzemerdecke gegen Insekten den ganzen Ausritt retten!