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Wandern mit Kindern

 

Eine Wanderung mit Kindern sollte gut vorbereitet und organisiert sein. Die Länge des Weges richtet sich unter anderem nach dem Alter des Kindes.

  • Babys und Kleinkinder

Für Familien mit Babys gibt es vielerorts kinderwagengerechte Wanderwege. Sobald die Kleinsten stabil sitzen können, kann man sie problemlos in einem Rücken-Tragegestell, auch Kraxe genannt, transportieren. Regelmäßige Pausen sind hierbei wichtig, damit die Kinder sich außerhalb der Kraxe bewegen können.

Ältere Kleinkinder können schon kurze Abschnitte mitlaufen. Für Laufanfänger sind ebene und breite Wege zu wählen, damit Vater oder Mutter die Kleinen unterstützen können.

Als Wanderzeit sollte man bis zu drei Stunden einplanen. Für die ersten Touren empfiehlt es sich, kleinere Wanderungen zu unternehmen, um die Ausdauer und Lauffreudigkeit seines Kindes kennenzulernen.

  • Kinder im Vorschulalter

Die maximale Gehdauer sollte ca. 4 Stunden betragen. Dabei ist ein nicht zu anstrengender, abwechslungsreicher Weg zu wählen. In regelmäßigen Abständen sollte man eine Erholungspause einplanen.

Kinder im Grundschulalter

Kinder dieser Altersklasse sind in der Lage, vor allem, wenn sie schon Wandererfahrung haben, etwas steilere Wege zu gehen und kleine Kraxeleien zu bewältigen. Allerdings sollte auch hier eine längere Pause eingeplant werden. Mit Kindern dieses Alters kann man schon gemeinsam das Ausflugsziel aussuchen. Gehzeit: Bis zu 5 Stunden.

  • Kinder ab ca. 10 – 14 Jahren verfügen bereits über genug Kraft und Ausdauer, dass man auch mal eine steilere Tour von längerer Dauer, evtl. mit Übernachtung, unternehmen kann. Als Gehzeit kann man bis zu 7 Stunden am Tag veranschlagen.

Um nicht ganz so lauffreudige Kinder doch zu einer schönen Wanderung zu bewegen, sollte man altersgerechte Anreize schaffen. Der Ausblick auf einen schönen Spielplatz, einen kleinen Bach für Wasserspiele, einen Wasserfall, Tiere, die man mit dem Fernglas beobachtet, einen Felsen zum Klettern oder ein Eis am Ziel. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Wichtig ist es immer an passendes, gut sitzendes Schuhwerk zu denken. Die Bekleidung ist der Jahreszeit entsprechend anzupassen. Sonnencreme und Sonnen- bzw. Schneebrille sind ebenfalls sinnvoll. Außerdem sollte man eine kleine Reiseapotheke mit einigen wichtigen Verbandssachen einpacken.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Verpflegung. Die Menge und Auswahl der Lebensmittel richtet sich nach Alter und Anzahl der Wanderer sowie nach Dauer des Ausfluges. Der Marschproviant sollte allerdings nicht zu schwer und leicht verdaulich sein. Kleinere Süßigkeiten, Kekse, Rohkostschnitzel und Trockenfrüchte motivieren allerdings oft für weiteres Wandern. Flüssigkeit ist immer genug mitzunehmen. Dabei sollte man auf Behältnisse, die man nicht wieder verschließen kann und auf sehr süße Getränke lieber verzichten.

In vielen Urlaubsregionen gibt es getestete Routen, die auf die Bedürfnisse von Familien abgestimmt sind. Kinderwagengerechte Wanderwege, Themenwanderungen, Almen mit Spielplätzen und Wald- und Naturlehrpfade sorgen für einen abwechslungsreichen Ausflug. Denn schließlich soll eine Familienwanderung für die gesamte Familie ein Erlebnis sein, an das man sich gerne erinnert.